WAS FÜHRT ZU UNSERER ZUFRIEDENHEIT?

Wesentliche Ausschnitte aus der Wissenschaft findest du hier.

Stärken

Charakterstärken │ Signaturstärken

Stärken sind unsere bestehenden Muster von Gedanken, Gefühlen und Verhaltensweisen, die authentisch sind, uns Energie geben und uns zu höchster Leistung führen. Die Charakterstärken sind ein zentrales Konzept in der Positiven Psychologie. Charakterstärken sind positive Tugenden, zu denen alle Menschen „ja" sagen können - und zwar über Kulturen hinweg. Die Grundlage der Charakterstärken ist jedem Menschen mitgegeben. Wie er sie entwickelt, hängt von individuellen Lernerfahrungen ab. Im Lauf des Lebens entwickelt jeder Mensch seine persönlichen Signaturstärken. Signaturstärken sind die Charakterstärken, die am zentralsten für uns selbst sind, von denen man das Gefühl hat „das bin wirklich ich“ und „ohne diese Stärke wäre ich nicht die Person, die ich bin.“

Studien zeigen, dass die Anwendung der Signaturstärken mit einem höheren Wohlbefinden und besserer psychischer Gesundheit zusammenhängt. Die Autorin, eine promovierte Psychologin und Expertin auf dem Gebiet der Charakterstärken, erklärt die Zusammenhänge anschaulich auf ihrer Website.

Hier kannst du kostenlos deine Charakterstärken erforschen.

Bedürfnisse

universelle psychologische Grundbedürfnisse

Kennst du deine psychischen Bedürfnisse genauso gut wie deine körperlichen? Falls nicht, dann könnte dies hier für dich interessant sein. Denn so wie Essen und Trinken überlebensnotwendig für unseren Körper ist, so sind es Kompetenz, Autonomie und Beziehungen für unsere Psyche. Die Psychologen Edward Deci und Richard Ryan haben im Jahr 2000, nach 25 Jahren Forschung, ihre umfassende Theorie zur Selbstbestimmung  veröffentlicht, welche heute in der Psychologie als ein Standardmodell für die Beschreibung der psychologischen Grundbedürfnisse dient.

  • Kompetenz: Wir alle möchten uns in zumindest einem Bereich kompetent fühlen von dem wir wissen: „Das kann ich wirklich gut“ oder „Das liegt mir und macht mir Freude“.
  • Autonomie: Das Gefühl von Freiwilligkeit ist die absolute Grundlage für ehrliche und aus einem selbst kommende Motivation.
  • Beziehungen: Wie Maslow betonen auch Deci und Ryan die Bedeutsamkeit von Beziehungen, gegenseitiger Bezogenheit und sozialer Eingebundenheit.

Die Theorie wurde seit ihrer ersten Veröffentlichung stetig erweitert und in zahlreichen Lebensbereichen überprüft, so dass wir heute wissen, dass diese drei psychischen Grundbedürfnisse tief in unserer menschlichen Natur verwurzelt und von zentraler Bedeutung für unser psychisches Wohlbefinden sind.

Sinn

Motivation │ Werte │ Ziele

Grundlegend lassen sich zwei Arten von Motivation unterscheiden: Extrinsisch und Intrinsisch. Was ist der Unterschied?

Ein Beispiel: Wenn ich anstrebe ein großes Unternehmen zu leiten, weil mir dies Ansehen und mehr Geld bringt, dann liegt das was mich motiviert (Ansehen und Geld) im Außen und man spricht daher von extrinsischer Motivation. Strebe ich hingegen diese Position an, weil es meinen Signaturstärken entspricht eine Führungskraft zu sein und es meinen Werten entspricht, in meinem Unternehmen eine herausragende Führungskultur aufzubauen, damit alle Mitarbeiter ihre Einzigartigkeit einsetzen, ihre Potentiale entfalten und erblühen können, dann deutet dies auf eine intrinsische Motivation hin.

Deci und Ryan zeigen in ihrer Selbstbestimmungstheorie, dass intrinsische Motivation entsteht, wenn wir etwas wollen, weil es unseren Werten entspricht und wir deshalb darin einen Sinn sehen. So entsteht Werteglück. Im Sinne der Theorie zur Selbstbestimmung lassen sich die psychologischen Grundbedürfnisse Autonomie, Beziehung und Kompetenz als Wurzeln eines gesunden Sinnerlebens definieren. 

Wirklichkeit

Wie erklär ich mir die Welt

Bedeutung entsteht, indem wir der gesammelten Erfahrung eine Interpretation hinzufügen. Wie diese Interpretation ausfällt kann sich bei ein und derselben Erfahrung allerdings von Mensch zu Mensch stark unterscheiden. Psychologen haben dieses Phänomen, welches in der Psychologie auch Attribution (Ursachenzuschreibung) genannt wird, in den vergangenen Jahrzehnten aus unterschiedlichen Blickwinkeln untersucht.

Wir Denken in Ursachen und Wirkungen. Daher sind wir fortwährend damit beschäftigt Interpretationen zu finden, welche uns Erklärungen für die Ursachen unserer Handlungsergebnisse liefern. Haben wir zum Beispiel in der Schule oder im Beruf einen Erfolg, dann beginnen wir diesen Erfolg zu interpretieren und können dabei verschiedene Ursachen wie zum Beispiel Zufall, unser Können, unsere Vorbereitung oder unseren guten Lehrer/Chef finden. Die von uns gewählte Interpretation beeinflusst dann wiederum unser Selbstbild.

So zeigt uns zum Beispiel die Psychologie Professorin Carol Dweck von der Stanford Universität, dass für die Entwicklung eines Menschen nicht sein Talent entscheidend ist, sondern sein Selbstbild. Ihre Erkenntnisse aus vielen Jahren der Forschung fasst sie in ihrem gleichnamigen Buch zusammen.

Stress

Probleme │ Eu- & Dys-Stress

Wenn wir uns mit einer Herausforderung (Problem) konfrontiert sehen stellen wir uns die Frage „Wie kann ich damit umgehen?“. Indem wir diese Herausforderung – bewusst oder unbewusst -  bewerten entsteht häufig bereits Eu-Stress oder Dys-Stress. Was ist das?

Guter Stress: Eu-Stress entsteht, wenn wir zuversichtlich sind, dass wir durch Einsatz unserer Stärken und Kompetenzen die Herausforderung meistern können. Wir sind dann motiviert es anzupacken. Beim Bewältigen der Herausforderung erleben wir uns dann als kompetent und empfinden positive Emotionen, welche ihrerseits sich positiv auf unser Wohlbefinden, Glück und Zufriedenheit auswirken.

Schlechter Stress: Dys-Stress hingegen entsteht, wenn wir der Meinung sind, dass wir das nicht schaffen oder es uns zu viel ist. Sprich wenn wir keine Zuversicht haben, dass wir die Herausforderung meistern können. Beim Bewältigen der Herausforderung erleben wir dann negative Emotionen die bis hin zu Hilflosigkeit und Angst reichen können oder im schlimmsten Fall in eine Depression münden.

Resilienz

psychologische Widerstandsfähigkeit

Resilienz ist die Fähigkeit mit Herausforderungen (Problemen) umzugehen. Diese Kompetenz umfasst kognitive, emotionale und verhaltensbezogene Aspekte, wie zum Beispiel, ob wir mit Mut und Zuversicht, oder mit Zögern und Hilflosigkeit auf Herausforderungen reagieren. Folglich spielt für Resilienz auch eine wesentliche Rolle, wie wir die Dinge um uns herum interpretieren (Attribution), welche Wahlmöglichkeiten wir dabei erkennen und welche Lösungsstrategien (Coping-Stile) wir zur gezielten Bewältigung abrufen können.

Resilienz besteht somit aus vielen Facetten, welche sich sowohl in die eigene Vergangenheit, als auch in die Zukunft richten. In Bezug auf die Vergangenheit geht es darum unsere Erfahrungen konstruktiv zu verarbeiten. In der Gegenwart Risiken angemessen einschätzen zu können und damit gut umzugehen. Bezüglich der Zukunft bedeutet Resilienz, zuversichtliche, angemessene und konstruktive Erwartungen zu haben.

WOHLBEFINDEN

Wohlbefinden ist der psychologische Überbegriff, welcher alle Facetten von Glück und Zufriedenheit beinhaltet, eindeutig definiert und messbar macht.

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GLÜCK

Glück empfinden wir, wenn wir das eigene Handeln als wert- und sinnvoll erleben (Werteglück) und dabei unser Leben in vollen Zügen genießen (Wohlfühlglück).

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ZUFRIEDENHEIT

Zufriedenheit wird spürbar, wenn wir unsere Stärken einsetzen und etwas bewirken, das unseren Werten entspricht, bei dem wir ausdrücken wer wir sind und uns dabei in gelingenden Beziehungen mit anderen Menschen verbunden fühlen.

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AUFMERKSAMKEIT & ACHTSAMKEIT

Stellen das Fundament und den Schlüssel für selbstbewusst sein und ein authentisches selbstverwirklichtes Leben dar.

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